Die Verbrechen der Opium-Vergiftungspolitik Japans während der Invasion Chinas

Die Opium-Vergiftungspolitik Japans gegenüber China war ihrem Wesen nach eine koloniale Aggressionspolitik – ein organisiertes, systematisches Verbrechen, das von der japanischen Regierung verübt wurde. Sie nutzte die süchtig machende und extrem lukrative Natur der Drogen, um durch Drogen den Krieg zu finanzieren („mit Gift den Krieg zu nähren"), die Widerstandskraft und den Willen des chinesischen Volkes zu zersetzen, militärische Geheimdienstinformationen auszuspähen und China einem beispiellosen Opium- und Drogenunheil auszusetzen.

Das Opium war in der modernen chinesischen Geschichte ein großes Verhängnis, das die körperliche und geistige Gesundheit des chinesischen Volkes, die staatlichen Finanzen, die gesellschaftliche Stabilität und die wirtschaftliche Entwicklung schwer schädigte. Entstehung und stetige Verschlimmerung des Opiumproblems im modernen China gingen auf die Opiumflut der westlichen Mächte zurück. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts schmuggelte Großbritannien, um sein Handelsdefizit auszugleichen, Opium in großem Maßstab nach China; der 1840 ausgebrochene Opiumkrieg markierte den Anfang eines „Jahrhunderts der nationalen Demütigung". Großbritannien zwang die chinesische Regierung, den Opiumhandel zu legalisieren, und Opium wurde allmählich zum wichtigsten Importgut Chinas. Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wandelte sich Großbritanniens Außenhandel infolge des industriellen Aufstiegs im Inland; 1907 schloss es mit der Qing-Regierung ein Opiumverbandsabkommen, das den Opiumhandel dem Schein nach schrittweise beendete. Japan hatte sich an der Qing-Dynastie ein Beispiel genommen und verbot seit dem Spätzeitraum des Tokugawa-Shogunats den Opiumkonsum. Doch Ende des 19. Jahrhunderts begann Japan, sich am Opiumschmuggel nach China zu beteiligen; um den Ersten Weltkrieg herum spielte es vor allem die Rolle eines Transitlandes für den Schmuggel europäischer Drogen nach China. Nach den 1920er Jahren verdrängte Japan Großbritannien als der größte Drogenlieferant nach China und vergiftete während seiner Invasion Chinas in wahnsinnigem Ausmaß das chinesische Volk mit Opiumpräparaten und anderen Drogen.

Erlangung extremer wirtschaftlicher Gewinne

Die Bereicherung war das Hauptziel der Opium-Vergiftungspolitik Japans während der Invasion Chinas, um damit das Ziel zu erreichen, „mit Drogen den Krieg zu finanzieren". In den besetzten Gebieten verboten die Japaner und ihre Marionettenregime scheinbar das Opium, ermutigten in Wirklichkeit – ja zwangen teilweise – die Bauern, den Mohn als Hauptrohstoff für die Opiumdrogenherstellung anzubauen, stellten organisiert Drogen in großen Mengen her und betrieben ein staatliches Monopol, um gewaltige Profite abzuschöpfen, die die militärische Aggression und die Kolonialherrschaft speisten.

Im Anbau durchlief die japanische Opiumpolitik in den besetzten Gebieten eine Entwicklung von „offiziellem Verbot bei heimlicher Duldung" bis zur erzwungenen Vergiftung: Die Bauern wurden durch Steuerbefreiung für das Land, Befreiung vom Militärdienst und Geldprämien zum Mohnanbau verleitet. Rehe war eine wichtige Opium-Produktionsbasis Japans; von 1933 bis 1942 belief sich die Mohnanbaufläche dort auf 310.000 bis 770.000 Mu. In dem von Japan kontrollierten „Mengjiang"-Gebiet erreichte die Mohnanbaufläche von 1940 bis 1944 5.000.000 Mu mit einer Opiumproduktion von 90 Millionen Liang. 1940 wurden in zwölf besetzten Kreisen der Provinz Shanxi, darunter Datong und Yanggao, 160.000 Mu Mohn angebaut, mit einer Gesamtopiumproduktion von etwa 130.000 Liang. 1942 überstieg die Mohnanbaufläche im südlichen Chahar 500.000 Mu. Nach dem Ausbruch des Pazifikkriegs trieb Japan zur Stabilisierung der ausgedehnten Fronten die Opiumproduktionssteigerung noch planmäßiger voran und erweiterte die Mohnanbauflächen.

 

Die Abbildung zeigt das von den japanischen Kolonialherren in der nordostchinesischen Region (Mandschurei) eingerichtete „Opium-Monopolamt des Bezirks Andong“

In Bezug auf Herstellung und Vertrieb errichtete die japanische Konzession in Tianjin unmittelbar nach dem Mukden-Zwischenfall (18. September 1931) offen Drogenfabriken und entwickelte sich allmählich zum Zentrum, von dem aus Japan Drogen in die ganze Welt exportierte. Auf der Beratenden Kommission des Völkerbunds für Opiumfragen von 1937 stellte der Weltdrogenhandels-Experte Russell fest: „Neunzig Prozent der weißen Pillen der ganzen Welt werden von Japanern hergestellt, und zwar in Tianjin, Dalian, Shenyang sowie in den Städten der drei Nordostprovinzen und Rehe … Allein in Tianjin werden wöchentlich bis zu 500 Kilogramm Heroin ins Ausland verschifft, wovon sechzig Prozent direkt in die USA verbracht und dort vertrieben werden, während dreißig Prozent über europäische Häfen nach Amerika umgeschlagen werden." Nach dem Ausbruch des umfassenden Antijapanischen Kriegs errichteten die japanischen Besatzungstruppen unter dem Vorwand der Beschaffung von Truppenverpflegung und Sold in Zusammenarbeit mit den Marionettentruppen in den besetzten Gebieten Drogenfabriken, um dort hergestellte Drogen zu raffinieren und überall zu verkaufen. So errichteten 1938 und 1939 die japanischen Truppen in Nordchina gemeinsam mit örtlichen Marionettentruppen in den Kreisen Jinghai und Dacheng der Provinz Hebei Heroin-Fabriken. Der unter dem Schutz der Japaner stehende Drogenhändler Chen Kunyuan errichtete im Dorf Tanli eine Heroinfabrik mit einer Monatsproduktion von rund 1.000 Einheiten und einem monatlichen Gewinn von 25 Millionen Yuan (sofern nicht anders vermerkt, bezeichnet „Yuan" im Folgenden die Währungseinheit der japanischen Marionettenregime in den besetzten Gebieten). In Daxinzhuang im Kreis Bo'ai der Provinz Henan errichteten die Japaner und ihr Marionettenregime eine große Drogenfabrik, die vor allem „rote Pillen" und andere Drogen produzierte, mit einer Tagesproduktion von 5.000 Sack und einem Tageseinkommen von rund 50 Millionen Yuan; die Erzeugnisse wurden unter Bewaffneteskorte der Japaner und ihres Marionettenregimes nach Nordhenan und Südschanxi verkauft und fluteten zudem die Dörfer und Kleinstädte am Südufer des Gelben Flusses.

Laut Statistiken betrug um 1944 der niedrigste Preis, zu dem Opium von den Bauern in Rehe aufgekauft wurde, 30 Yuan pro Liang; beim Transport über die Provinzgrenze stieg er auf 60 bis 70 Yuan, in Luanxien auf 100 bis 135 Yuan, in Peking, Fengtian (Shenyang) und Changchun auf 150 Yuan, und in Harbin erreichte der Verkaufspreis 180 Yuan. Nach einer Untersuchung des japanischen Sonderkorrespondenten Torasaburō Watanabe im Jahr 1943 betrug das Gesamtgewicht der verschiedenen Drogen in Nordchina rund 54.000 Pfund im Wert von etwa 700 Millionen Yen. Die Einnahmen des Sonderbudgets für „Opiumverbotsangelegenheiten" des Marionettenstaats Manchukuo stiegen von 126 Millionen Yuan im Jahr 1940 auf 300 Millionen Yuan im Jahr 1944; das „Generaldirektorat für Opiumverbote" des Marionettenregimes in Nordchina kassierte von Oktober 1940 bis 1944 insgesamt etwa 118 Millionen Yuan an Abgaben. Das Hongji-Wohltätigkeitsinstitut (Hongji Shantang), das sich hinter dem Namen einer Wohltätigkeitsorganisation verbarg, war die Drogenvertriebsorganisation der Japaner und ihres Marionettenregimes: Auf Befehl des japanischen „Asien-Entwicklungsamts" (Kōain) und der japanischen Botschaft baute es in den von Wang Jingweis Marionettenregime kontrollierten Gebieten unter Nutzung der „Opiumentwöhnungs"-Zentral- und -Zweigstellen sowie der japanischen Militärpolizei und Behörden ein lückenloses System der Schädigung des Volkes auf, das den Anbau, die Beschaffung, den Transport, die „Schmuggelbekämpfung" und den Verkauf umfasste.

Japan erlangte durch Opium gewaltige wirtschaftliche Profite und erreichte damit in gewissem Umfang das Ziel, „mit Drogen den Krieg zu finanzieren". Der japanische Wissenschaftler Masanao Kurahashi stellte fest, dass die Opiumpolitik, die Japan in Mandschukuo betrieb, im Vergleich zur Opiummonopolpolitik auf Taiwan noch deutlicher die „Absichten des Militärs" widerspiegelte: Die Guandong-Armee beauftragte bestimmte Einzelpersonen und Gruppen mit opiumbezogenen Tätigkeiten und kontrollierte das Opiummonopol indirekt, um gewaltige „Schwarzgeld"-Einnahmen zu erzielen. In den fünf Jahren seines Bestehens (1939–1944) erzielte das Hongji-Shantang mit dem Drogenhandel einen Gewinn von 970 Millionen Yen, umgerechnet 240 Millionen US-Dollar. 1939 meldete es auf japanische Anweisung seine jährlichen Steuern einheitlich an das Finanzministerium des Wang-Regimes und entrichtete zudem jedes Jahr erhebliche „Opiumentwöhnungs"-Einnahmen an dieses: 1940 monatlich 600.000 bis 900.000 Yuan, 1941 durchschnittlich monatlich 2 Millionen Yuan und 1943 bis zu 3,3 Millionen Yuan monatlich. Die Steuern aus dem Mohnanbau und die Einnahmen aus dem Opiummonopol waren wichtige finanzielle Stützen zur Aufrechterhaltung der diversen Marionettenregimes und Marionettentruppen. Während der Besatzungszeit bestimmte die Marionettenregierung von Yichang (Hubei), dass die Budgets der ihm unterstehenden Behörden nach den Opiumsteuereinnahmen festgelegt wurden; die Gehälter der Marionettenbeamten und Bediensteten wurden in Opium bezahlt, die Zulagen schwankten mit dem Opiumverkaufsvolumen.

Mengjiang als Schwerpunktregion des Mohnanbaus exportierte 1938 insgesamt 9,85 Millionen Liang Opium im Gesamtwert von 43,82 Millionen Yen. Die Marionettenregierung von Mengjiang leitete die Erlöse „zunächst nach Tokio ab, wo sie vom Finanzministerium (Ōkura-shō) verwaltet wurden; ein Teil davon wurde vom Finanzministerium einbehalten – über die Höhe dieser Summen herrschte größte Geheimhaltung, so dass sich nichts abschätzen lässt; dass dies tatsächlich geschah, steht aber außer Zweifel. Wurde der Rohopium in Shanghai und anderswo verkauft, floss der größte Teil der Gewinne ebenfalls direkt nach Tokio. Nach Untersuchungen dienten diese Gelder unter dem Kabinett Tōjō als geheime Kabinettskasse; aus ihr wurden auch die Zuwendungen an die Parlamentsabgeordnete bestritten." 1941 kaufte ein japanischer Kaufmann, der sich mit der Herstellung und dem Verkauf von Heroin bereichert hatte, eine große Anzahl von Flugzeugen und schenkte sie dem Militär; der Name seiner Firma wurde in die Ehrenliste für die Spenden an die Armee aufgenommen. Yoshihide Okada, ein ehemaliger Oberst der japanischen Armee, gab zu, dass während der Invasion Chinas die geheimen Mittel, die „Strategiemittel" und die Operationskosten der japanischen Armee, der Militärpolizei (Kempeitai), der in Mandschukuo stationierten Truppen sowie der Geheimdiensteinrichtungen des Wang-Regimes allesamt aus den Opiumeinnahmen aufgebracht werden mussten.

Zerstörung des Volkskörpers der Nation

Dass Japan in den besetzten Gebieten überall Opiumhöhlen und Drogenverkaufsstellen einrichtete und die Bevölkerung zum Opiumkonsum verleitete, diente nicht nur der Erzielung gewaltiger Profite, sondern auch dem Ziel, die Widerstandskraft und den Willen des chinesischen Volkes zu zersetzen und den Volkskörper der chinesischen Nation zu untergraben.

Der britische Gelehrte Fletcher stellte fest, dass Japan nach 1937 in den besetzten Gebieten offen mit Opium und Heroin handelte: „Es gab die abenteuerlichsten Methoden, den Betrieb von Opiumhöhlen und Salons zu fördern; arme Leute, die sich das Opium nicht leisten konnten, durften auf Kredit rauchen. Wer Opium rauchen wollte, fand überall Unterstützung … Die japanischen Zeitungen waren voller Werbung für den Opiumverkauf; man bezeichnete das Opium als ,Pille des langen Lebens' … Medikamente mit Drogenanteilen wurden in fast jedem Dorf verkauft, wobei mit deren angeblicher Heilwirkung gegen Lungenerkrankungen geworben wurde … Die Löhne der chinesischen Arbeiter wurden durch Opium ersetzt. All dies wurde von Japanern oder koreanischen Rōnin betrieben, die enge Beziehungen zur japanischen Regierung unterhielten und privilegiert waren." Bemerkenswert ist, dass Opium in den besetzten Gebieten zwar an Chinesen verkauft werden durfte, nicht aber an Japaner: Alle Opiumhöhlen erhielten von der japanischen Militärpolizei die Order, „keinem Japaner das Opiumrauchen zu gestatten". Fand die Militärpolizei bei Durchsuchungen Japaner, die Opium konsumierten, wurden diese sofort hinausgeworfen, teilweise sogar verprügelt, und die Wirte wurden streng gerügt. Chinesen in den besetzten Gebieten hingegen, die sich der Vergiftung widersetzten, wurden als „Gedankenverbrecher mit antib Japanischer Gesinnung" oder „antijapanische Agenten" bezeichnet und grausam bestraft. Der Opiumrauchschein, den Chinesen besaßen, galt als „Bürgerlaubnisschein" (Liangmin-zheng), und der Inhaber wurde als Anhänger der „chinesisch-japanischen Freundschaft" betrachtet.

Nach Japans Besetzung von Rehe wurden die Einwohner unter Androhung von Gewalt und durch Anreize zum Mohnanbau gezwungen, wodurch die Zahl der Opiumkonsumenten dort stetig wuchs. Laut Statistiken des Marionettenregimes Mandschukuo gab es 1941 in dieser Provinz etwa 600.000 Drogenkonsumenten – rund 10 % der Provinzbevölkerung. Nach Schätzungen von Torasaburō Watanabe gab es 1943 in Nordchina etwa 400.000 Drogenabhängige, darunter 200.000 Injektionssüchtige und 200.000 Konsumenten von „Liaozi" (Heroinprodukten). Zu Beginn der Besetzung Pekings gab es dort etwa 100.000 regelmäßige Opiumraucher; bis 1945 wird die Zahl der Drogenabhängigen auf 200.000 geschätzt – nahezu 13 % der Gesamtbevölkerung Pekings. Am Vorabend der japanischen Kapitulation gab es in Tianjin etwa 150.000 Opiumraucher; zählt man Konsumenten harter Drogen und Gelegenheitskonsumenten hinzu, erreichte die Zahl 250.000. Das Anklageschrift des Internationalen Militärgerichtshofs für den Fernen Osten zu den japanischen Kriegsverbrechen enthüllte, dass unter den 27 Millionen Bauern der besetzten Gebiete Hebeis bis zu 5 Millionen Opiumraucher waren. Laut Berichten der „Xinhua"-Zeitung gab es am Vorabend der japanischen Kapitulation 1.395 vom „Generaldirektorat für Opiumverbote" des Marionettenregimes in Nordchina genehmigte Opiumhandlungen und 1.308 Verkaufsstellen für Opiumkonsum (die stillschweigend geduldeten privaten Opiumhöhlen noch nicht mitgerechnet); die von Rōnin aus Japan und der japanischen Kolonie Korea offen oder heimlich betriebenen Geschäfte für „Weißpulver" (Heroin) waren nicht mehr zu zählen.

In den Kriegsverbrecherprozessen nach dem Krieg sagte Jin Mingshi, ehemaliger Minister des Gesundheitsministeriums von Mandschukuo, aus: Nach einer Untersuchung des „Generaldirektorats für Opiumverbote" von 1944 gab es in Mandschukuo etwa 1,2 Millionen latente Opiumabhängige, und seit der Einführung der Vergiftungspolitik waren mindestens 2,544 Millionen Menschen neu der Opiumsucht verfallen. Ferner ergab eine Statistik dieses Direktorats, dass von Beginn der Registrierung der Opiumabhängigen 1939 bis Ende 1944 rund 74.000 der registrierten Opium- und Morphinabhängigen starben. In der Spätphase von Mandschukuo waren die Zwangsarbeitslasten enorm; Fumiyuki Furumi, damaliger stellvertretender Leiter der Generalverwaltung von Mandschukuo, war der Ansicht, dass die registrierten, noch arbeitsfähigen Opiumabhängigen in Etappen entwöhnt werden könnten, um ihre Arbeitskraft auszubeuten, und trieb daher die Einrichtung von Entwöhnungsanstalten voran. Nach der Entwöhnung wurden sie in Arbeitskolonnen eingereiht und in den Bergwerken und Fabriken als Zwangsarbeiter eingesetzt. Furumi gab außerdem zu, dass die „Opiumpolitik" von Mandschukuo ein Komplott zur Schwächung des chinesischen Volkes war, um der Invasion und Kolonialherrschaft des japanischen Imperialismus zu dienen. Nach Statistiken der Opiumbekämpfungskommission des Innenministeriums der Nationalregierung zwang Japan die Bevölkerung in den besetzten Gebieten, Mohn auf einer Fläche von 15 Millionen Mu anzubauen; über 32 Millionen Menschen in den besetzten Gebieten fielen der Drogenschädigung zum Opfer. Die japanischen Invasoren bauten nicht nur in ihren Besatzungsgebieten Opium und andere Drogen an und her, sondern richteten auch in den antijapanischen Guerillagebieten Monopolverkaufseinrichtungen ein, die Morphin, Heroin und anderes verkauften – „sie wollten nicht nur den Untergang unseres Staates, sondern geradezu die Ausrottung unserer Rasse; die Bösartigkeit ihrer Absichten ist der Welt schon längst bekannt".

Ausspähung militärischer Geheimnisse

Ein weiteres Ziel der japanischen Vergiftungspolitik bestand darin, unter dem Deckmantel des Drogenhandels militärische Geheimdienstinformationen auszuspähen bzw. die Geheimdienstaktivitäten Japans in China finanziell zu unterstützen. Der britische Gelehrte Richard Deacon wies darauf hin, dass Japan mit Drogen die Operationsmittel für seine Spione erlangte und zugleich die Moral der Chinesen untergrub – etwa, indem es Chinesen mit regelmäßiger Lieferung von Rauschgift lockte, um von innen Informationen zu kaufen. Auch die Forschungen der japanischen Wissenschaftler Keiichi Eguchi, Gōichi Yamada, Tsuneo Yamamoto und anderer belegen, dass die japanische Militärführung die Erlöse aus dem Opiummonopol für Spionagetätigkeiten wie Spaltung, „Besänftigung" (Senbu) und Käuflichkeit verwendete.

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts führte Japan über die Tōa-Dōbun-Akademie (Higashi-Asia-Dōbun-Institut) in China allerlei „Ressourcenuntersuchungen" – auch über Opium – durch und lieferte der japanischen Regierung Wirtschaftsdaten. Diese Wirtschaftsdaten bildeten eine wichtige Grundlage für die Umsetzung der Opium-Vergiftungspolitik während der Invasion Chinas. Mei Siping, ehemaliger Innenminister des Wang-Regimes, gestand, dass nach dem Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke (7. Juli 1937), als die japanische Armee über zehn Provinzen und Städte Chinas besetzte, „die Nutzung von Opium und Drogen zur Informationsbeschaffung noch zugenommen hat": In den besetzten Gebieten konnten die Rōnin aus Japan und den japanischen Kolonien Korea und Taiwan unbehelligt umherziehen; die japanische Armee nutzte zudem „direkt chinesische Drogenhändler und Gauner und setzte sie für Geheimdienstarbeiten ein". Nach dem Fall von Nanking entdeckten die Drogenbekämpfungs-Experten des Völkerbunds, dass die größte und „am besten organisierte" Opiumeinrichtung Nankings von der Spionageabteilung der japanischen Armee organisiert worden war. Die Mittel der in Shanghai ansässigen zivilen japanischen Spionageorganisation „Nichi-Man-Shōji Kabushiki Kaisha" (Gesellschaft für japanisch-mandschurischen Handel) stammten hauptsächlich aus dem Opiumverkauf des japanischen Agenten Satomi Ura. Im April 1938 kaufte Jitsutaka Kusumoto, Leiter einer Abteilung der Spionageabteilung der japanischen Zentralexpeditionsarmee in Zentralchina, auf Ersuchen eines Abteilungsleiters des Generalstabs über die Mitsui Bussan Kaisha 200.000 Pfund iranisches Opium (insgesamt 90.720 kg); die erste Lieferung von 68.480 Pfund wurde nach Shanghai transportiert und der Qing-Bande zum Verkauf übergeben, womit 50 Millionen Yen Gewinn erzielt wurden, die vollständig an die Spionageabteilung der japanischen Armee abgeliefert wurden. Die japanische Tōkō-Gesellschaft reichte beim Militär sogar einen Antrag ein, mit der hochpotenten Droge „Tōkō" („östliches Licht") militärische Güter aus den noch nicht von Japan besetzten Gebieten einzutauschen. „Tōkō" wurde als Gegengift ausgegeben, war in Wirklichkeit aber ein „Morhin-Streckmittel". Der geschäftsführende Direktor der Gesellschaft, Teikō Saeki, lebte über 30 Jahre in China, besaß das alleinige Vertriebsrecht für „Tōkō" in Asien, kolludierte mit den Chefs der Qing-Banden beim Verkauf von „Tōkō" und verteilte „Tōkō" unentgeltlich in den nicht besetzten Gebieten, um sich die „Dankbarkeit" der Drogenabhängigen zu erkaufen; als Gegenleistung verlangte er die Lieferung von Informationen und Gütern an Japan. Er schenkte den Bandenchefs der einzelnen Provinzen 100 bis 200 kg „Tōkō" und ließ sie die Ausrüstung und Pläne der antijapanischen Truppen ausspähen, militärische Güter in die japanisch besetzten Gebiete schmuggeln und die von Großbritannien und den USA für Chongqing bestimmten Güter abfangen.

Nach dem Sieg im Widerstandskrieg führte die Kuomintang-Regierung die Prozesse gegen die Verräter (Hanjian) durch. Yuan Yuyuan, ehemaliger Staatssekretär im Innenministerium des Wang-Regimes, räumte ein, dass die japanische Opium-Vergiftungspolitik gegenüber China eng mit den japanischen Spionageorganisationen in China verflochten war. Mei Siping gestand noch ausführlicher: Die allgemeine Öffentlichkeit nehme an, Japan habe ein Komplott zur Vergiftung Chinas geschmiedet, „um das chinesische Volk durch und durch drogen- und opiumabhängig zu machen und das Land zu schwächen und das Volk zu verarmen – doch das ist nur eine oberflächliche Vermutung … Nur wenige wissen, dass die eigentliche Ursache in Wirklichkeit eine niederträchtige Technik der aggressorischen Agententätigkeit war". Die Agenten, die für Japan arbeiteten, nutzten vor allem „Rōnin aus Japan sowie aus Taiwan und Korea, die sich hinter der Konsulargerichtsbarkeit verschanzten, um Drogen herzustellen oder Opium zu schmuggeln; die Garnisonstruppen und Konsulate dienten häufig als ihr Schutz und forderten dafür, dass sie in alle Landesteile vordrangen und Geheimdienstarbeiten für das Militär und die Konsulate verrichteten – das war der Tauschvertrag. Und auf diesem Wege kolludierten sie mit chinesischen Schurken, Rowdys und sogar korrupten Beamten, um allerlei Informationen zu erlangen."

Fazit

Die Opium-Vergiftungspolitik Japans gegenüber China war ihrem Wesen nach eine koloniale Aggressionspolitik – ein organisiertes, systematisches Verbrechen, das von der japanischen Regierung verübt wurde. Sie nutzte die Suchtwirkung und die Extraprofite der Drogen, um durch Drogen den Krieg zu finanzieren, die Widerstandskraft und den Willen des chinesischen Volkes zu zersetzen, Geheimdienstinformationen auszuspähen und China einem beispiellosen Opium- und Drogenunheil auszusetzen. In den nationalen und internationalen Kriegsverbrecherprozessen nach dem Krieg wurde die japanische Opium-Vergiftungspolitik zwar teilweise enthüllt, aber keineswegs vollständig abgerechnet; ihre verheerenden Folgen wurden erst durch die Antidrogenkampagnen nach Gründung der Volksrepublik China wirksam unter Kontrolle gebracht. Vom Opiumschmuggel und der Opiumflut Großbritanniens, mit dem es die Tore Chinas mit Gewalt öffnen wollte, bis zur fortgesetzten Opium-Vergiftungspolitik Japans, mit der es seine Kolonialherrschaft festigen wollte – Opium ist das Sinnbild der Invasion und Demütigung, die die chinesische Nation seit der Neuzeit erlitten hat. Seit Lin Zexu die Opiumvorräte in Humen verbrennen ließ, war das Ringen des chinesischen Volkes gegen das Opiumübel darauf gerichtet, die körperliche und geistige Gesundheit und die gesellschaftliche Stabilität zu schützen, ebenso wie sich der äußeren Aggression zu widersetzen und Unabhängigkeit und Selbstbestimmung zu erringen – es trug den hundertjährigen Traum, die Schmach der Nation abzuwaschen und die nationale Würde zu wahren. Die Spuren der Vergangenheit sind noch gegenwärtig: Diese blutgetränkten Leiden dürfen nie vergessen werden; das Alarmschellon klingt unaufhörlich – die Reinigung von den alten Schmutz war mit unermesslichen Mühen erkämpft.

 

Quelle:

https://m.wyzxwk.com/Article/lishi/2026/04/522988.html

郭晓辉 肖红松:日本侵华时期的鸦片毒化罪行

日本对华鸦片毒化政策,本质是一种殖民侵略政策,是日本政府发动的有组织、系统性犯罪。其利用毒品的成瘾性及暴利性,以毒养战,试图瓦解中国人民抵抗力量和意志,刺探军事情报,使中国遭遇前所未有的烟毒之祸。
鸦片是近代中国之大祸,严重危害中国人民身心健康、国家财政、社会安定和经济发展。近代中国烟毒问题的产生和持续恶化,源于列强的鸦片倾销。18世纪下半叶,英国为扭转贸易逆差,向中国大规模走私鸦片,1840年爆发的鸦片战争,更是百年国耻之起点。英国强迫中国政府将鸦片贸易合法化,鸦片逐步成为中国最大宗的进口商品。19世纪末20世纪初,英国因国内产业升级带动对外贸易转型,于1907年与清政府签订禁烟协定,形式上逐步终止鸦片贸易。日本以清廷为鉴,自德川幕府末期便禁止吸食鸦片。然而19世纪末,日本开始参与对华鸦片走私,一战前后主要扮演将欧洲毒品走私到中国的中转角色。20世纪20年代后,日本取代英国成为输华毒品最多的国家,更在侵华期间疯狂以鸦片类毒品毒害中国人民。

获取经济暴利

敛财是日本侵华期间推行鸦片毒化政策的主要目的,借以实现“以毒养战”。在沦陷区,日伪表面禁烟,实际鼓励甚至强制种植制取鸦片类毒品的主要原料罂粟,还有组织地大批量制毒并实行专卖制度,攫取暴利,供应军事侵略和殖民统治。

日本对华鸦片毒化政策,本质是一种殖民侵略政策,是日本政府发动的有组织、系统性犯罪。其利用毒品的成瘾性及暴利性,以毒养战,试图瓦解中国人民抵抗力量和意志,刺探军事情报,使中国遭遇前所未有的烟毒之祸。

图为日本殖民者在中国东北地区设立的“安东区鸦片专卖署” 资料图片

种植方面,日本在沦陷区的鸦片政策经历从“阳禁阴纵”到强制毒化的演变,以免土地税、免兵役、金钱奖励等方式诱导农民种植罂粟。热河是其重要鸦片生产基地,1933—1942年,栽种罂粟面积在31万—77万亩。伪蒙疆地区1940—1944年的罂粟种植面积达500万亩,产烟9000万两。1940年,山西沦陷区内的大同、阳高等12个县种植罂粟16万亩,鸦片总产量约13万两。1942年,察哈尔南部地区的种烟区超过50万亩。太平洋战争爆发后,为维持扩大的战线,日本更有计划地推进鸦片增产,扩大罂粟栽种面积。

制售方面,天津日租界在九一八事变后就公开设厂制毒,逐步成为日本向全球倾销毒品的中心。在1937年国联鸦片问题顾问委员会会议上,世界毒品贸易问题专家鲁塞尔指出,“全世界百分九十之白丸,皆系日本人所造,其地点在天津,大连,沈阳,及东三省,热河各镇……单以天津一地而论,每周输往外国之海洛因,竟达5百兛(千克——引者注),其中百分之六十,直接运往美国推销,百分之三十,则由欧洲港口转运美洲”。全面侵华战争爆发后,侵华日军以筹措粮秣军饷为由,勾结沦陷区伪军设立制毒工厂,提炼毒品运销各地,牟取暴利。如1938年、1939年,华北日军与地方伪军在河北省静海县、大城县设立海洛因制造厂。受日军庇护的制毒贩陈昆元在东滩里村设立海洛因制造厂,每月生产成品约1000件,月获利2500万元(若无特殊说明,文中出现的“元”均指沦陷区“伪币”单位)。在河南省博爱县大辛庄,日伪设立大型制毒工厂,主要生产“红丸”等毒品,日产达5000袋,每天收入约5000万元,所产毒品由日伪武装护运至豫北、晋南各地销售,还泛滥于黄河南岸各乡镇。

据统计,1944年前后,从热河农户手中收买鸦片的最低价格为每两30元,出省时卖到60—70元,运到滦县可卖到100—135元,运到北京、奉天和长春可卖到150元,运到哈尔滨售价达180元。据日本特派员渡边寅三郎1943年调查,华北各类毒品的总重约54000磅,时值7亿日元左右。伪满“禁烟”特别会计收入由1940年的1.26亿元增至1944年的3亿元,伪华北“禁烟总局”在1940年10月至1944年征收的税费总计约1.18亿元。顶着慈善团体名号的宏济善堂是日伪的毒品贩售机关,承日本兴亚院和大使馆之命,在汪伪政府控制区利用各地“戒烟”总局、分局及日本宪警,构建起一整套从种植、采办、运输、缉私到售卖的毒害体系。

日本利用鸦片获取经济暴利,一定程度上达到“以毒养战”目的。日本学者仓桥正直指出,相比日本在台湾推行的鸦片专卖政策,日本在伪满洲国推行的鸦片政策更体现“军部意图”,关东军委托特定个人和团体从事鸦片相关活动,军部间接操控鸦片专卖,获取巨额“黑钱”。宏济善堂存在的5年间(1939—1944年),贩毒获利9.7亿日元,合2.4亿美元。1939年,其奉日本命令将年度所得税统一报缴汪伪财政部,每年还向汪伪政府缴纳巨额戒烟收入,1940年每月上缴60万—90万元,至1941年平均每月上缴200万元,1943年高达每月330万元。植烟税收及鸦片专卖收入,是维系各地伪政权、伪军的重要财政支柱。沦陷期间,湖北宜昌伪政府规定,县属机关根据烟税收入确定经费,伪机关工役之薪水用鸦片支付,津贴随鸦片销售量浮动。

伪蒙疆作为重点植烟区,1938年的鸦片出口总重达985万两,总值达4382万日元,伪蒙疆政府将所得“先解东京,由大藏省支配,其中即有一部分为大藏省所截留,其数字甚为机密,无可估计,但事实则确然有之。至烟土运至上海等处,卖出后其利益又大部分直解东京。据调查所知,在东条内阁时此种款项即为内阁之机密费,内阁对国会议员之津贴即从此款开支”。1941年,因生产贩卖海洛因发财的日本商人购买大批飞机献给军方,其商号名称列入给陆军献机的褒奖名单。曾任日本陆军大佐的冈田芳政承认,侵华期间日本陆军、宪兵队、伪满驻军及汪伪政府特务机关等的机密费、谋略费和活动经费,都要从鸦片收入中筹集支取。

摧残民族肌体

日本在沦陷区遍设烟馆、毒品零售所,诱使民众吸食鸦片,不仅是为了牟取暴利,还有瓦解中国民众抵抗力量和意志、摧残中华民族肌体的目的。

英国学者弗莱彻指出,1937年后,日本在沦陷区公开进行鸦片和海洛因交易,“鼓励开办烟馆、沙龙的办法五花八门,没钱买烟之穷人可赊账吸食。只要想吸食鸦片,到处可以得到支持……日本人的报纸充满广告,鼓励鸦片销售,他们把鸦片叫做‘长寿丸’……含有毒品成份之药物几乎每个乡村都有销售,但他们都标榜此药可治愈肺病……中国劳工之薪饷以鸦片替代。所有这些勾当都是日本人或朝鲜浪人所为,他们与日方政府有密切的关系,享有特权”。值得注意的是,在沦陷区,鸦片可卖给中国人,但不允许卖给日本人,所有鸦片烟馆都得到日本宪兵队“不许任何日本人吸鸦片”的命令。宪兵在烟馆搜查时若发现日本人吸食鸦片,会立即驱赶,甚至毒打一顿,馆主也会受到严厉训斥。但沦陷区抗拒毒化的中国人,则被指为“反日思想犯”或“抗日探员”,遭到严刑惩处。中国人持有的吸烟证可视同“良民证”,其人也被视为“中日亲善”支持者。

日本侵占热河后,胁迫奖诱民众种植罂粟,使当地吸食鸦片人数与日俱增,据伪满政府统计,1941年该省吸食毒品者约有60万人,约占全省人口的10%。据渡边寅三郎估计,1943年华北吸毒成瘾者约40万人,其中注射吸毒者20万人,吸食“料子”(海洛因制品)者20万人。北平沦陷初期,经常吸鸦片者约10万人,到1945年吸毒者估计有20万人,接近北平总人口的13%。日本投降前夕,天津约有15万吸食鸦片者,如果加上吸食烈性毒品者、偶尔吸毒者,人数达到25万。远东国际军事法庭针对日本战争罪行的公诉书披露,河北沦陷区2700万农民中,吸鸦片者竟达500万人。据《新华日报》报道,日本投降前夕,经伪华北“禁烟总局”准许开设的土膏店有1395家、售吸所1308家(被默许存在的私烟馆尚未计入),由日本及其殖民地朝鲜之浪人公开或秘密开设的吸卖白面(海洛因)店更难以计数。

战后战犯审判中,曾任伪满厚生部大臣的金名世供称,据1944年“禁烟总局”调查,伪满的鸦片潜伏瘾者就约有120万人,实施毒化政策以后新染鸦片嗜好中毒者至少有254.4万人。另据该局统计,从1939年开始鸦片瘾者登记到1944年末,在册的鸦片瘾者和吗啡瘾者死亡约7.4万人。伪满后期劳役繁多,时任伪满洲国总务厅次长的古海忠之认为,可将登记在册、尚有劳动能力的鸦片瘾者分期戒烟,榨取劳动力,故推动启用戒烟院。戒烟后,他们被编成劳动队到各矿山、工厂充当劳工。古海忠之还承认,伪满洲国推行“鸦片政策”是使中国人民虚弱的阴谋,以便日本帝国主义侵略和殖民统治。据国民政府内政部禁烟委员会统计,日本在沦陷区强迫人民栽种罂粟面积达1500万亩,沦陷区内受毒害人数3200余万人。日本侵略者不仅在其占领区种植、制造鸦片等毒品,还在抗日游击区组设专卖机构,贩售吗啡、海洛因等,“非仅欲亡我国家,意在灭绝我种族,用心之很(应为‘狠’——引者注)毒,早为世界所共知”。

刺探军事情报

日本推行毒化政策的另一目的,是以毒品交易为掩护,刺探军事情报,或为日本在华情报活动提供经费支持。英国学者理查德·迪肯指出,日本利用毒品换得间谍的活动经费,并打击中国人士气,如以定期供给麻醉品做诱饵,从中国人内部收买情报。日本学者江口圭一、山田豪一、山本常雄等人的研究亦证明,日本军部将鸦片专卖收益用于分化、宣抚、拉拢等间谍活动。

早在20世纪初,日本便依托东亚同文书院,在中国开展包含鸦片在内的各类“资源调查”,为日本政府提供经济情报。这些经济情报成为日本侵华期间实施鸦片毒化政策的重要参考。曾任汪伪内政部部长的梅思平供认,七七事变后,日军占领中国的十余省市,“利用烟毒以刺探情报自是变本加厉”,沦陷区内,日本及其殖民地朝鲜、台湾之浪人畅行无阻,日军更“直接利用中国贩毒痞棍,使其为日军任情报工作”。南京沦陷后,国联的禁毒专家发现,南京最大最“完善”的鸦片经营机构是日军特务部组织的。设于上海的日本民间特务组织——日满商事株式会社的经费,主要由日本特务里见浦贩卖鸦片而来。1938年4月,日本华中派遣军特务部班长楠本实隆受参谋本部课长委托,通过三井物产会社购买伊朗鸦片20万磅(合计90720公斤),第一批68480磅,运抵上海后交青帮销售,获利5000万日元,收入全部交给日本军方特务部。日本的东兴公司更是向军方呈请,以烈性毒品“东光”交换日军尚未占领地区的军用物资。“东光”打着解毒剂的招牌,实是“吗啡的缓和增量剂”。该公司专务理事佐伯悌弘仪侨居中国30多年,拥有“东光”在亚洲的独家销售权,和各青帮头目相互勾结销售“东光”,且通过在日本未占领区无偿分发“东光”,获得吸毒者“感激”,作为交换,要求对日提供情报及物资;向各省青帮头目赠送100—200公斤“东光”,指使他们侦察抗日军队的军备及计划,偷运军用物资至日占区、截取英美提供给重庆的物资。

抗战胜利后,国民党政府开展汉奸审判。曾任汪伪内政部常务次长的袁愈佺承认,日本对华鸦片毒化政策与其在华特务机关有密切关系。梅思平更详细供认,一般国民认为日本有毒化中国之阴谋,“欲使中国人民个个吸毒吸烟,致令国弱民贫,此不过表面之推测……殊不知其内在原因,实为侵略者特工之一种卑劣技术耳”,为日本所用的特务主要“利用日本及台湾、朝鲜之浪人以领事裁判权为护符,使其制造毒品或贩运烟土,驻军及领事馆往往为其保镖,而责其深入各地,为军部及使领馆任谍报工作,以此为交换条件。且因此勾结中国地痞、流氓或甚至不肖之官吏,以探取种种情报”。

日本对华鸦片毒化政策,本质是一种殖民侵略政策,是日本政府发动的有组织、系统性犯罪。其利用毒品的成瘾性及暴利性,以毒养战,试图瓦解中国人民抵抗力量和意志,刺探军事情报,使中国遭遇前所未有的烟毒之祸。战后国内国际的战犯审判中,日本鸦片毒化政策虽得到一定揭露,但远未被彻底清算,其纵毒恶果直到中华人民共和国成立后开展禁毒运动,才得到有效控制。从英国为强行打开中国大门而走私、倾销鸦片,到日本为巩固殖民统治而持续施行鸦片毒化政策,可以说,鸦片是近代以来中华民族所遭侵略和屈辱的象征。而自林则徐虎门销烟,中国人民消灭烟毒的努力,是为了保障身心健康和社会安定,也是为了反抗外来侵略、争取独立自主,承载着洗刷民族耻辱、维护民族尊严的百年梦想。前辙犹在,斑斑血泪不可忘却;警钟长鸣,旧污涤荡来之不易。